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Geislautern ist sicherlich älter als der Zeitpunkt,an
dem es zum ersten Male in einer Urkunde genannt wird.
1296: Erste urkundliche Erwähnung von ,,Geisenlutra
,,
1316: Graf Johann I.belehnt den Ritter Ulrich,einen Sohn
Heinrichs von Fölklingen und dessen Nachkommen mit der Vogtei
von Geißlutre und einer Wiese
unten an Folchelingen, genannt ,,Leite ,, |
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Einst Jagdgebiet deutscher
Kaiser
In einer Belehnungsurkunde
vom ......... . . . . 29. Dezember 1572 finden wir auch den ersten
Hinweis auf Steinkohle in unserem Gebiet. Die nächste Erwähnung
von Steinkohle im Rosseltal stammt aus dem Jahre 1692 .Ein Förster
Schiyra erhielt die gräfliche Erlaubnis zum Kohlegraben. |
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Eine wesentliche
Erhöhung der Steinkohleförderung im Warndt brachte
die Zeit der französichen Verwaltung von 1793 bis 1815.
Das heimatkundliche Interesse für den Warndt liegt in der
Tatsache,daß es in Verbindung mit der,, Ecole pratique
des Mines,, in Geislautern entstand.Die Eröffnung dieser
französichen Bergwerksschule war durch ein Dekret Napoleons
vom 12. Februar 1802 angeordnet worden. |
Napoleonische Bergschule
1807-1818 |
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Duhamel wurde 1807 zum ersten
Direktor berufen,ihm folgte 1813 Beaunier. Hinweise auf die Kohlegewinnung
im Baufeld der Grube Geislautern.Tagebaue und Stollen im Bereich
der ausgehenden Stollen der Flöze Alvensleben und Flöz
2. Der Atlas von Beaunier und Calmelet befindet sich heute in
Paris.Die Belegschaft der Grube Geislautern schwankte 1815 zwischen
50 und 60 Mann mit einer Jahresförderung von etwa 6000 Tonnen. |
Kohleverladung auf der ehemaligen
Grube Geislautern |
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1902 erreichte
die Grube Geislautern ihre höchste Jahresförderung
mit 74152,5 Tonnen, die dann sehr schnell abfiel.
Grube
Geislautern wurde 1908 eingestellt, trotz ihres hohen Alters
hat sie es nie zur rechten Blüte gebracht. Dies war für
manchen ein schmerzlicher Abschied von einer liebgewordenen Arbeitsstätte.
Der im vollen Aufblühen begriffenen Tochtergrube Velsen
wurde hierdurch eher ein alter Stamm erfahrener Bergleute zugeführt.
Stollen
Eingang aus längst vergessener zeit: |
Im Stollen (Aufnahme 2010) |
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Schlafhäuser
Die preußische Bergverwaltung
versuchte mit großem Eifer Bergleute aus anderen Bergbaurevieren,
besonders aus Gegenden mit versiegendem Bergbau, anzuwerben,um
die Belegschaft der Gruben an der Saar vergrößern
zu können und damit der gesteigerten Nachfrage nach Steinkohlen
nachzukommen. Die Bergleute wurden in den Schlafhäusern
untergebracht, die erstmals in den dreißiger Jahren des
19.Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe der Gruben errichtet
wurden, um den zugewanderten Bergleuten eine billige Unterkunft
zu geben.
Am 2.April 1897 wurde
die Bohrung ,, Geislautern IV ,, südlich der Grube Geislautern
angesetzt.die Bohrung wurde bei 354,46 m eingestellt nachdem
man 5 bauwürdige Flöze gefunden hatte.1898 wurde an
der Stelle der Bohrung der Versuchsschacht Velsen I angehauen.Ab
einer tiefe von 27 m.lief immer mehr Wasser und Schlamm ein.
so das er 1900 wieder verfüllt wurde.Der angetroffene Wasserreichtum
führte dann ab 1906 zu Errichtung des Wasserwerkes Lauterbachtal.
An der Stelle steht
heute ein Pumpenhaus des Wasserwerkes Lauterbach |
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Grube
Velsen
Der
Schacht Gustav 1erreichte1902 die vorgeseheneTeufe von500 m und
im gleichen Jahr wurde mit dem Abteufen des Ausziehschachtes
Ostschacht 1 begonnen (Ludwigschacht),die Jahresförderung
stieg ab 1909 sehr schnell an.Dann infolge der Kriegswirren und
Wirtschaftskrisen sehr unregelmäßig bis sie1942 die
Millionen- grenze überschritt. Die Saarländischen Gruben
waren durch den Friedensvertrag von Versailles Frankreich zugesprochen
worden. Neuer Rechtsträger war die ,,MINES DOMANIALES FRANCAISES
DE LA SARRE", die schon 1924 ihr erstes Pachtfeld, Karlsbrunn,
an die ,,SARRE - ET MOSELLE" verpachtete.
Als
Ersatz für die Zerstörung in Nordfrankreich, als Beitrag
völliger Wiedergutmachung von Kriegsschäden
Werbe Aufkleber Pro-Bergbau
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Abteufen Schacht Gustav 2

Postkarte
der Krieg 1914/15 Abteilung Frankreich der 123 Infanterie-Division.Grube
13 bei La Bassee.
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Einhundert
Tage Streik:
Der Bergarbeiterstreik
1923 - der größte Aufstand in der Geschichte der Saargegend
-französicher Gendarmerie vor der MINES DOMANIALES Inspection
XII Geislautern |
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