Postkarte-Geislautern shs.

 

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Geislautre,mei Doaf du haschd Dich vaännad.

Wemma iwaaleed was es hie alles genn hat: E Hidd unne Grub, e soogenonnd Schloß. Hie hätt um e Hoa faschd sich de erschde Dompwoon uff Gleise beweed. Die ald Brauerei mit Weia unn Schdall ... längschd isse da Schpiddshack zum Opfa gefall. Hie war moo e Schwimmbad e Kleinod foa all; bis dieSchdadd dageschen abgeschdimmt had. Geislautre, mei Doaf Du bischd jeddsd debei unn machschd so monches Alde wie Nei. Jo Idealischde sinn in Geislautre noch groß, die schpuddse in die Hänn awwa donn leje die loos. Geislautre, mei Doaf ich honn Dich so gäär! Ich kumme so oft wie es geht zuDir häär. Geislautre, mei Doaf , denn foa mich bischde imma mei ,,Heimat,, geblieb! (von Rita Zorn 1989 - 700 Jahre Geislautern) s.h.s Das Heimatlied wurde von dem ehemaligen Rektor Johann Thies 1905 verfasst. Geislautern um 1950 Autohaus Friedrich um 1966, links noch zu erkennen Tabak Stutz Wo Heute Autos stehn, verlief der Hammergraben. (Bilder Geschenk von Herrn Friedrich)

 

 

 

 Die Geschichte des Bergbaus im Warndt

 

Geislautern ist sicherlich älter als der Zeitpunkt,an dem es zum ersten Male in einer Urkunde genannt wird.

1296: Erste urkundliche Erwähnung von ,,Geisenlutra ,,

1316: Graf Johann I.belehnt den Ritter Ulrich,einen Sohn Heinrichs von Fölklingen und dessen Nachkommen mit der Vogtei von Geißlutre und einer Wiese unten an Folchelingen, genannt ,,Leite ,,

 

 

 

Einst Jagdgebiet deutscher Kaiser

 

In einer Belehnungsurkunde vom ......... . . . . 29. Dezember 1572 finden wir auch den ersten Hinweis auf Steinkohle in unserem Gebiet. Die nächste Erwähnung von Steinkohle im Rosseltal stammt aus dem Jahre 1692 .Ein Förster Schiyra erhielt die gräfliche Erlaubnis zum Kohlegraben.

Eine wesentliche Erhöhung der Steinkohleförderung im Warndt brachte die Zeit der französichen Verwaltung von 1793 bis 1815. Das heimatkundliche Interesse für den Warndt liegt in der Tatsache,daß es in Verbindung mit der,, Ecole pratique des Mines,, in Geislautern entstand.Die Eröffnung dieser französichen Bergwerksschule war durch ein Dekret Napoleons vom 12. Februar 1802 angeordnet worden.

 

Napoleonische Bergschule 1807-1818

  Duhamel wurde 1807 zum ersten Direktor berufen,ihm folgte 1813 Beaunier. Hinweise auf die Kohlegewinnung im Baufeld der Grube Geislautern.Tagebaue und Stollen im Bereich der ausgehenden Stollen der Flöze Alvensleben und Flöz 2. Der Atlas von Beaunier und Calmelet befindet sich heute in Paris.Die Belegschaft der Grube Geislautern schwankte 1815 zwischen 50 und 60 Mann mit einer Jahresförderung von etwa 6000 Tonnen.

 

 

Kohleverladung auf der ehemaligen Grube Geislautern

 1902 erreichte die Grube Geislautern ihre höchste Jahresförderung mit 74152,5 Tonnen, die dann sehr schnell abfiel.

 

Grube Geislautern wurde 1908 eingestellt, trotz ihres hohen Alters hat sie es nie zur rechten Blüte gebracht. Dies war für manchen ein schmerzlicher Abschied von einer liebgewordenen Arbeitsstätte. Der im vollen Aufblühen begriffenen Tochtergrube Velsen wurde hierdurch eher ein alter Stamm erfahrener Bergleute zugeführt.

Stollen Eingang aus längst vergessener zeit:

 

Im Stollen (Aufnahme 2010)

 

 

Schlafhäuser

 

Die preußische Bergverwaltung versuchte mit großem Eifer Bergleute aus anderen Bergbaurevieren, besonders aus Gegenden mit versiegendem Bergbau, anzuwerben,um die Belegschaft der Gruben an der Saar vergrößern zu können und damit der gesteigerten Nachfrage nach Steinkohlen nachzukommen. Die Bergleute wurden in den Schlafhäusern untergebracht, die erstmals in den dreißiger Jahren des 19.Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe der Gruben errichtet wurden, um den zugewanderten Bergleuten eine billige Unterkunft zu geben.

 

Am 2.April 1897 wurde die Bohrung ,, Geislautern IV ,, südlich der Grube Geislautern angesetzt.die Bohrung wurde bei 354,46 m eingestellt nachdem man 5 bauwürdige Flöze gefunden hatte.1898 wurde an der Stelle der Bohrung der Versuchsschacht Velsen I angehauen.Ab einer tiefe von 27 m.lief immer mehr Wasser und Schlamm ein. so das er 1900 wieder verfüllt wurde.Der angetroffene Wasserreichtum führte dann ab 1906 zu Errichtung des Wasserwerkes Lauterbachtal.

 

An der Stelle steht heute ein Pumpenhaus des Wasserwerkes Lauterbach

Grube Velsen

 

Der Schacht Gustav 1erreichte1902 die vorgeseheneTeufe von500 m und im gleichen Jahr wurde mit dem Abteufen des Ausziehschachtes Ostschacht 1 begonnen (Ludwigschacht),die Jahresförderung stieg ab 1909 sehr schnell an.Dann infolge der Kriegswirren und Wirtschaftskrisen sehr unregelmäßig bis sie1942 die Millionen- grenze überschritt. Die Saarländischen Gruben waren durch den Friedensvertrag von Versailles Frankreich zugesprochen worden. Neuer Rechtsträger war die ,,MINES DOMANIALES FRANCAISES DE LA SARRE", die schon 1924 ihr erstes Pachtfeld, Karlsbrunn, an die ,,SARRE - ET MOSELLE" verpachtete.

 

Als Ersatz für die Zerstörung in Nordfrankreich, als Beitrag völliger Wiedergutmachung von Kriegsschäden

 

 

Werbe Aufkleber Pro-Bergbau

 

 

 

 

Abteufen Schacht Gustav 2

 

 

Postkarte der Krieg 1914/15 Abteilung Frankreich der 123 Infanterie-Division.Grube 13 bei La Bassee.

 

 Einhundert Tage Streik:

 

Der Bergarbeiterstreik 1923 - der größte Aufstand in der Geschichte der Saargegend -französicher Gendarmerie vor der MINES DOMANIALES Inspection XII Geislautern

Das war auch Bergbau.

Beisetzung der tödlich verunglückten Bergleute,Josef Schmidt und Mathias Treinen

aus Nassweiler,auf der Grube Reumaux am 29.03.1925

 

 

 

 

 Das Saarschacht in Wehrden

Im Hintergrund der Galgenberg in Geislautern

 

Heute steht hier der Lebensmittelmarkt

Kaufland.
 

Wehrdenerschacht 

auf dem Wehrdenerberg

Stadtsparkasse.

 

Maschinenhaus in Wehrden der Grube Geislautern.

Haspelanlage zum Kanalstollen.

 

Bethaus am Saarschacht.

 

Kanalstollen Eingang.

Er wurde auch als Luftschutzbunker genutzt.

 

Ende des Stollens bei etwa 390 Metern.

Eine alte Aufnahme,dieser Teil liegt heute hinter einem Damm.

 

 

 Regelung durch den Saarvertrag 1956. Die Pachtfelder wurden nach Menge, Lage und Teufe neu vereinbart, ihre zeitlichgestaffelte Rückgabe bis 1981 geregelt. Dieser Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der Republik Frankreich bildete die Grundlage für den Bau der Warndtanlage.

 

Bild:Befahrung Flöz E.Unterbank im Emmersweilerfeld,halbsteile Lagerung

 

 Dieser Ausweis verlor nach der Abstimmung und der Rückgliederung der Saar 1958 seine Gültigkeit, im Emmersweilerfeld war es die Anlage St.Charles und im Karlsbrunnerfeld Schacht 5 Merlebach-Nord (St.Nikolaus)

 Ludweilerschacht,

 

vor 1962 Westschacht genannt, Lage2.150 m südwestlich vom Gustavschacht, angehauen 4.Juni 1951, war zum Schluß ausziehender Wetterschacht.Im Dezember 1982 wurde der Schacht verfüllt.

 

 

Blick auf die Sandgrube am Ludweiler Schacht etwas 1952, da man von Spühlversatz auf Bruchbau umgestellt hatte, wurde die Fläche genutzt zum Auffahren einer Bergehalde

 

 Die Grube Warndt

 

Am 04.01. 1963. Die ersten 400 Bergleute sind auf der Grube angefahren.Durch Aufsichtsratsbeschluß am 07.03.1991 Verbundbergwerk Warndt/Luisenthal

 

 

Die Grube Luisenthal mit den Schächten Richard 1.und 2.

 Die Entwicklung der Grube begann mit zwei Tiefbohrungen,1897 auf der rechten Saaruferseite im Alsbachtal und die zweite auf dem linken Saarufer beim Ortsteil Stangemühle

 

Blick auf den Lagerplatz mit der Werkstatt

 

Blick auf die Anlage mit der Verwaltung
 

 

Mesch. Werkstatt

 

Eingang des Albertstollen

 Der Albertstollen ist auch ein Stück Kultur des Bergbau an der Saar.

Schade ist nur das es Bürger gibt die ihren Müll am Kultur Denkmal Entsorgen!

 

Blick in den Albertstollen ( Pumpstrecke)

 

 

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