Der Warndt.

Lange bevor hier nach Steinkohle gegraben wurde,stand hier der Erzbergbau schon in voller Blühte.

Etwa ab dem Jahre 1240 erhielten die Cisterzienser Mönsche der Abtei Villers-Bettnach in Lothringen das Recht nach Eisenerz zu graben wo immer so wollten.

 

Eigenartige Namen im Warndtwald,wie Mörderhöhle,Meiersloch,oder Gockertsloch,in Verbindung mit Bruchspalten,eingebrochenen Stollen,verfüllten Schächte und Schutthalden von alten Gruben,bezeugen von einer längst vergessenen bergbaulicher Tätigkeit im Warndt.

 

 

 

Erste Anfänge Kohlengewinnung

 

Wann an der Saar zum ersten Mal Steinkohle gegraben wurde, ist nicht überliefert, vielleicht auch noch nicht genau erforscht. Bergleute gab es noch keine,sie wurden Ko(h)ler oder Köhler, also Kohlengräber, genannt.Sie gruben nur dort,wo sie die Kohle fanden,am Ausgehenden der Flöze,also an der Erdoberfläche

Federzeichnung von Bernd-Arwed Richter

Anfänge des Bergbaues Pingenbau

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Postkarte 1902 Bergarbeiter -Familie

Der im Buntsandstein,besonders in der Gemarkung Hahnenkopf und Spatzenhübel der Gemeinde Ludweiler,Anstehende Brauneisenstein und die Wasserkraft des Lauterbachers waren die Grundlage zur Errichtung des ehemaligen Eisenwerkes Geislautern.

Vorhanden sind noch die Reste von Schacht und Stollen der Erzgrube in der Ludweiler Redoute.

 

 

 

Mitten in Großrosseln ein Kleines Denkmal.

Eine in den Sandstein geschlagenen Niesche.

Auch in Großrosseln selbst wurde nach Erz gegraben,den das Kirchenbuch der Katholischen Pfarrei Großrosseln berichtet von einer traurigen Begebenheit.

Am 13.3.1779 nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr starb plötzlich,dort wo er arbeitete,Johann Georg Walster,Tagelöhner aus Großrosseln,durch einen herunterfallenden Eisenstein,etwa 70 Jahre alt.

 

 

 

Postkarte 1933 Kleinbauer

PostKarte 1902 Blick in einen Hauswirtschaftsraum

 Die Kohlengräber, einige arme leibeigene Bauern und Tagelöhner gruben die Kohlen zunächst im Nebenerwerb gegen Zahlung einer Naturabgabe.

Durch die Verordnung v. 27. November 1754 wurde jegliches Kohlengraben und -verkaufen bei Androhung einer hohen Geldstrafe verboten

Meist der sechste bis zehnte Teil der Förderung oder ein bestimmter Geldbetrag je gefördertes Fuder= 30 Zentner,die Abgabe wurde Grubengült genannt.

 

 

 

 

 

 

Postkarte 1933 Ernte

 Da nun Fürst Heinrich von Nassau Saarbrücken alle in seinem Herrschafts- gebiet gelegenen Gruben (Kohlenlöcher)zum Teil ohne Entschädigung eingezogen hatte, betrieb er sie ab 1759 in eigener Regie.Mit dem Übergang der Gruben in Landesherrlichen Besitz begann für den Saarbrücker Steinkohlen- Bergbau ein neuer Abschnitt seiner Entwicklung.

Das Grabmal des Fürsten Heinrich zu Nassau

auf dem Halberg

 

 Um den Bergleuten Gelegenheit zu geben, ein billiges Frühstück in gewärmten Räumen einzunehmen, sind seit dem Jahr 1886 auf den Gruben Kaffeeküchen eingerichtet worden.Im Jahre 1887 wurden etwa 62.545 Portionen Suppe und Gemüse und 16.534 Portionen Fleisch verkauft,alles zusammen für 20 Pfg pro Portion

 

 

 

 

 

Bierbon der Grube Hostenbach. s.h.s

 

 

Postkarte

 Die älteste überlieferte Abbildung von Bergleuten in Deutschland zeigen diese in Gugeltracht,zu sehen in der Kapelle am Welfenholz im Mansfelderland, die Rudolf von Habsburg 1290 einweihte

 

   

Seilfahrtsmarke der Grube Sicilia

Sachtleben A.G

 

Postkarte ,, Klingendes Glückauf Bergkapelle der Südwestdeutschen Salzwerke AG

 Am 27.Mai 1856 schrieb das Königliche Oberbergamt Dortmund an die Bergämter ihres Bezirkes neue Reglements und Vorschriften für die Uniformen der Berg, Hütten und Salinen Beamten

Seilfahrtsmarke der Erzgrube Grund

 

 

 Die Werkskapelle der Völklinger Hütte

 


- gegründet August 1902 - Aufnahme aus dem gleichen Jahr -

Betrieb 513 Röchling Völklingen.

 

 

Der Saarknappenchor vor der Anlage der Grube Ensdorf

Bergkapelle St.Ingbert / Saar ( etwas 1958 )

 

 

Der Warndtchor

 Der Warndtchor der Grube Warndt wurde im September 1966 von 33 Bergleuten gegründet. Ende der 80er Jahre wurde er aus Altersgründen der aktiven Sänger aufgelöst.

Betriebs-Ausflug 1984

 

 Betriebs-Fußball-Mannschaft

 

der Grube Warndt

 

 Vieles könnte man schreiben, da diese Mannschaft bei großen Turnieren den 1.Platz erzielte

 

Hier bei der Siegerehrung:Roth Egon,Neusius Armin und Eggert Gerd

 

 Die letzte Fahrt der Hochwaldbahn.Mit ihr erreichten viele Berg- und Hüttenleute ihren Arbeitsplatz an der unteren Saar

 

 1994

 

Der letzte Arbeitskampf der Bergleute in Lothringen war umsonst.LA HOUVE die letzte Grube in Frankreich wurde am 25.April 2004 geschlossen

 

Auf zur letzten Grubenfahrt der Heilige Barbara: Vor der Stillegung des Bergwerkes nehmen die Bergleute ihre Schutzpatronin mit an das Tageslicht am 24.April 2004 Mine La Houve

 

Glück-Auf

Erst wenn die letzte Zeche geschlossen, der letzte Bergmann arbeitslos,die Energie unbezahlbar ist,werdet Ihr feststellen,wie wichtig Energiesicherheit ist!!

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